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Bocholt 21.11.09

Glanzvolle Gala des Bocholter Bürgerausschusses


Für die Bocholter Gala hatte der Bürgerausschuss das Brauhaus in einen Festsaal verwandelt. Die Bocholter Prinzenpaare, ausgezeichnete Tanzcorps sowie Parodist und Stimmenakrobat Jörg Hammerschmidt begeisterten die Besucher.
BOCHOLT Die Besucher staunten beim Betreten des Saales nicht schlecht: Große fünf-armige Leuchter schmückten die Tische, es gab dunkelrote Hussen über den Stühlen – der Brauhaussaal war ein wahrer Festsaal. Der Bürgerausschuss, und hier besonders die Frauen, hatten mit viel Mühe ein einmaliges Ambiente geschaffen, das die Bocholter Gala umrahmte. Das Bühnenbild mit St.-Georg-Kirche, altem Rathaus und Liebfrauenkirche sowie mehreren historischen Gebäuden ergänzte das alles noch perfekt. Bei einem solchen Empfang war die gute Stimmung von Anfang an zwangsläufig.
Tollität Prinz Georg I. und Prinzessin Wiltrud I. wurden deshalb auch begeistert vom Narrenvolk empfangen. Als „tolles Prinzenpaar“ begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Feldhaar die Regenten. Die beiden würden sie jedoch immer ein bisschen an Pat und Besser als Dick und Doof
Patachon erinnern, fügte sie schmunzelnd hinzu. Prinz Georg fand das nicht so schlimm: „Besser als Dick und Doof“, konterte er.
Mit einem ausgesprochen lockeren Auftritt sang sich das Kinderprinzenpaar Leander I. und Lea I. in die Herzen der Karnevalisten. Der Gardetanz des SV Blau Weiß Dingden mit exotischem Federschmuck war der passende Auftakt zu einem Showabend, der schwer zu übertreffen ist. Edwina de Pooter sorgte mit ihrem ersten Auftritt für gute Stimmung, später verwandelte sie sich in Amy Winehouse, Lady Ga Ga oder Michael Jackson – und das Publikum sang und klatschte im Stehen begeistert mit.
Ein Mammutprogramm legte das Tanzcorps Fidele Sandhasen aus Oberlar vor. Die Besucher waren fasziniert von der scheinbar grenzenlosen Kondition. Die mehrfach ausgezeichneten Tänzer und amtierenden deutschen Meister im Gardetanz schwangen unter Jubel und Beifallsstürmen die Beine, bildeten Pyramiden und schienen nicht aufhören zuwollen.
Das Tanzcorps Fidele Sandhasen aus Oberlar, deutscher Meister im Gardetanz, bot eine atemberaubende Vorführung.

Jörg Hammerschmidt strapazierte mit seinen Parodien die Lachmuskeln der Jecken. Er glänzte nicht nur als strahlender Tenor, sondern zeigte eine faszinierende Stimmenakrobatik, die verblüffend nah am Original ist. Als Karl Lagerfeld schaltet er sich in die Politik ein: „Berlin ist so pleite, hab’ Putin gefragt, ob er die Hälfte wieder haben will.“ Mit Sonntagsfrisur á la Angela Merkel beherrscht er perfekt den Merkelgriff und stellt trocken fest: „Mit der SPD kann man ein kleines Vermögen machen – wenn man ein großes hatte.“ Die neue Biersorte Hasseschröder hatte er als Edmund Stoiber erfunden und seinen Liebling Horst Schlämmer parodierte er so perfekt, dass sich das Publikum im Saal ausschüttete vor Lachen. Höhepunkt war seine Darbietung als Paul Potts – optisch und stimmlich. Michael Großmann, Vorsitzender des Bürgerausschusses zur Förderung des Bocholter Karnevals, hatte Lasershow zum Abschluss
vollkommen recht, als er feststellte: „Die Stimme ist viel zu schade, um nur zu parodieren.“
Eine phantastische Lasershow bildete den Abschluss eines glanzvollen Showabends. Viele Gäste vergnügten sich dann noch bis in die späte Nacht auf der Tanzfläche des Saales zur Musik von Public Affair.

Das Tanzcorps Fidele Sandhasen aus Oberlar, deutscher Meister im Gardetanz, bot eine atemberaubende Vorführung.